Donnerstag, 5. April 2012

Leseleidenschaft im neuen Gewand

Leseleidenschaft im neuen Gewand
Leseleidenschaft ist umgezogen:
Unser Blog ist ab sofort unter www.leseleidenschaft.de zu erreichen.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

~BL & ~Ilb

Donnerstag, 29. März 2012

Rezension zu "Oberwasser" von Jörg Maurer

"Oberwasser", der
neue Alpenkrimi von
Jörg Maurer.

Oberwasser ist bereits der vierte Fall von Kommissar Jennerwein und doch hatte ich bisher keine Ahnung von dessen literarischer Existenz. Ich bin also ein absoluter Alpenkrimi-Frischling.

Normaler Weise bin ich kein großer Fan von kabarettistischen Texten und deshalb war ich anfangs recht skeptisch, ob das Buch von Jörg Maurer wohl zuviel Wortwitz für meinen Geschmack beinhaltet. Aber Grundlegend ist es ja ein Krimi, also muss es ja auch etwas für mich sein. :-)

Zum Inhalt:

Im tiefen Bayern gibt es mehr als nur Weißwurschteln, Brezen und Leberkäs'... Die Kurort-Idylle trügt, denn die Mafia treibt dort seit langem ihr Unwesen und während das BKA vor Ort ermittelt, verschwindet einer ihrer Beamten spurlos. Kommissar Jennerwein und sein Team werden mit der Suche beauftragt - jedoch müssen sie undercover agieren und ihre Anwesenheit durch ein fiktives Verbrechen begründen. Die Ermittler saugen sich eine irrwitzige Story über einen Wilderer und einen Mord aus den Fingern und los geht's mit dem Alpenkrimi.

Mein Fazit:

"Oberwasser" ist ein witziger Krimi, der durchaus Lust macht, noch mehr bayrischen Ermittlern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu lunzen. Die Handlung besteht aus mehreren Handlungssträngen und noch mehr Personen. Die Namenvielfalt hat mich irgendwie ein bisschen erdrückt. Gern hätte ich noch mehr Details über die tatsächlichen Geschehnisse in der Höllentalklamm (Folter & Halluzinationen) gehabt.
Zum Schluss muss ich gestehen, dass mich der kleine Bayrische Exkurs - mit den vielen bayrischen Wörtern und Redewendungen, wie z. B. "I muass aufs Heisl" - sehr amüsiert hat. Während des Lesens ist mir außerdem bewusst geworden, dass der Autor einen gewissen Faible dafür hat, eigene Wörter & Redewendungen zu kreieren. Die Passage "Ein homöopathisches Nicken der Nickstärke D20" ist mir z. B. sehr in Erinnerung geblieben.

Sonntag, 18. März 2012

Leipziger Buchmesse 2012 und andere Highlights

Gestern war ein saugenialer Tag, denn der gemeinsame Besuch mit meiner lieben Buchfreundin Moni bei der Leipziger Buchmesse war angesagt. Darüber wird natürlich noch ausführlich berichtet, aber nur so viel vorab: Die Buchmesse war der Wahnsinn! Ich sage danke an Arno Strobel, Kerstin Gier & Kirsten Slottke sowie Santana vom Skoobe-Team, für die tollen Momente & Gespräche :-)

P.S.: Moni und ich sind so nachhaltig von der Buchmesse beeindruckt, dass wir beschlossen haben, von nun an gemeinsam bei "Leseleidenschaft" zu bloggen

Montag, 12. März 2012

Skoobe - meine Lieblings-Buch-App auf dem iPad 2

Das Skoobe App-Icon,
welches liebevoll das "Vieh"
vom Skoobe-Team genannt wird :-)
Es ist ca. ein Jahr her, als ich felsenfest davon überzeugt war, dass eBooks absolut nichts für mich sind.
Das war die Zeit, als ich unter "eBooks lesen" das Lesen von PDF-Dateien verstand (und das empfand ich ehrlich gesagt als äußerst unbequem und nervig). Es war bevor ich den Sony eReader für mich entdeckte, bevor der gute Santa Claus mich mit einem iPad 2 bescherte und bevor eine kleine Buch-App mein Leseverhalten revolutionierte...

In der monatelangen Testphase (anfänglich mit dem iPhone und dann mit dem iPad) in der ich als Skoobe-Testleser die App auf Herz und Nieren prüfen konnte, hat sich meine Ansicht über eBooks sehr geändert... Ich habe mich eines Besseren belehren lassen und jetzt kann ich guten Gewissens sagen:
Ich liebe eBooks!!! Skoobe ist zu meiner absoluten Lieblings-Buch-App auf dem iPad 2 geworden und nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken.


Screenshot meiner Skoobe-App.
Screenshot meiner Skoobe-App auf dem iPad 2.

App-Vorstellung: Was ist Skoobe eigentlich?

Skoobe steht für das Wort eBooks, halt nur rückwärts geschrieben. Clever, nicht?

Vorab sei gesagt, das Skoobe bisher auf dem iPhone, iPod touch und dem iPad ab iOS 4 (oder aktueller) funktioniert. An einer Version für Android-Nutzer wird derzeit gearbeitet.

Natürlich ist Skoobe eine der vielen Buch-Apps im Wirr-Warr des iTunes--App-Jungels und doch etwas anderes, etwas ganz Besonderes in meinen Augen. Denn mit Skoobe kauft man sich nicht sein eBook, man leiht es sich aus. Viele werden sagen: "Och nööö - ich will doch meine Bücher behalten, sammeln und immer wieder lesen können..."
Ich persönlich lese viel und wenn ich mich recht erinnern kann, gab es nie ein Buch, welches ich je mehr als einmal gelesen habe. Warum sollte ich also weiter zur Gattung der Jäger und Sammler angehören, statt mein Geld in etwas zu investieren, was ich wirklich will? Für 9,99 € - die Skoobe-Flatrate ist übrigens jeden Monat kündbar - im Monat kann ich mir mir z. B. zwei brandneue Bücher aus der Skoobe-Bibliothek ausleihen und dadurch ein echtes Buchschnäppchen machen.

Fazit: Das Skoobe-Flatrate-Modell der virtuellen Buchleihe ist genau das, worauf ich lange gewartet habe - denn es passt perfekt zu meinem Leseverhalten und ist bezahlbar.


Ein echtes Highlight

Skoobe bietet den ersten 10.000 Usern, die sich für eine Flatrate entscheiden, ein absolutes Schnäppchen: Man kann bis 1.3.2013 so viel lesen und so oft lesen, wie man möchte. Erst ab dann gilt, dass man zwei Bücher pro Monat ausleihen kann.

Ich könnte glatt ein Jahr Urlaub dafür beantragen und würde nur noch lesen :-)


Ein kleiner Blick in die Skoobe-App

- Leseprobe auf dem iPad -.
.. das nenn' ich bequemes Lesen!
Es ist echt super, auf dem iPad im Querformat zu lesen. Skoobe bietet aber mehr als nur das: In der Skoobe-Bibliothek kann man u.a. nach Neuerscheinungen und Genres suchen. Es gibt tausende toller Bücher, die sofort ausgeliehen werden können - Wartezeit ade!

Man kann bis zu fünf Bücher gleichzeitig ausleihen und sich die anderen Bücher in den Merklisten für später abspeichern.

Es gibt keine Abgabefristen oder Über- ziehungsgebühren, wenn man mal nicht rekordmäßig das eBook von Anfang bis Ende "durchschwartet".

Das Lesen in der Skoobe-App ist ganz easy: Buch ausleihen und los geht das Lese- vergnügen. Die virtuelle "Buchseite" kann individuell an jeden Nutzer angepasst werden, indem man Schriftgröße und Helligkeit anpasst.

Man kann ein Lesezeichen setzen, damit man weiß, wo man zuletzt gelesen hatte und die Skoobe-App zeigt einem an, wie viele Seiten es noch bis zum nächsten Kapitel sind.

Ist man mal ohne Netz oder möchte im Ausland unnötige Roaminggebühren vermeiden, dann kann man die ausgeliehenen Bücher im Offline-Modus bis zu 30 Tage weiterlesen.


Skoobe auf iPhone/iPod touch vs. Skoobe auf dem iPad
- Leseprobe auf dem iPhone/iPod touch -
... das Display ist mir persönlich viel zu
klein,
um große "Buchschinken" zu lesen.

Meiner ganz subjektiven Meinung nach, ist das Lesen auf dem iPhone/iPod touch nicht wirklich bequem und deswegen bevorzuge ich Skoobe auf dem iPad.

Aber ich möchte Skoobe ja so oft wie möglich nutzen und habe mir daher meinen persönlichen "Skoobe-Schlachtplan" ausgedacht:

Das iPhone nutze ich z. B. unterwegs oder in der Mittagspause, um die Buchneuerscheinungen bei Skoobe zu durchstöbern, Leseproben durch zu blättern und um meine Wunsch- & Lieblingsbücher in meinen persönlichen Merklisten abzuspeichern. Das Lesen der Bücher erfolgt dan ganz bequem auf dem iPad, denn meine Merklisten, Bücher und Lesezeichen werden direkt von einem Gerät zum anderen synchronisiert.Toll!





Was ich mir in Zukunft von der Skoobe-App wünsche...
  1. Mehr Zahlungsmöglichkeiten sollten zur Auswahl stehen. Paypal wäre mir z. B. am liebsten. Oder direkte Zahlung in der App. durch den App-Store.
  2. Schön wäre eine Verbindung von Skoobe zu Buchportalen sowie zu Social Networks, damit man z. B. posten kann, was man gerade liest oder wie man das eine oder andere Buch bewertet.
  3. Ein Austausch von Skoobe- zu Skoobe-Nutzer würde mir gefallen. Bücher empfehlen und sich darüber austauschen.
  4. Eine Lese-Statistik wäre wünschenswert.
  5. Ein ähnliches Konzept wie das von Kobo "Reading Life" - Belohnungen fürs Lesen - das wäre doch ein tolles Schmankerl für die Leser der Skoobe-App. oder?? 
  6. Ab und zu redet man mit Freunden oder in der Leserunde über ein Buch und dann kommt die Frage aller Fragen: "Auf welcher Seite bist du gerade?" - Ich hätte gerne eine Seitenangabe, die der tatsächlichen Buchausgabe entspricht. 
  7. Wenn im kommenden Jahr zwei Bücher pro Monat gegen eine Gebühr ausgeliehen werden können, dann hoffe ich auf eine Art Buchguthaben. Das Guthaben sollte nicht verfallen, falls man es in einem Monat mal nicht schafft, zwei Bücher zu lesen.


Zum Schluss kommt hier der tolle Skoobe-Werbespot, welcher echt witzig und gut gelungen ist:


SKOOBE Werbespot from spotentwicklung on Vimeo.

Donnerstag, 8. März 2012

Lovelybooks Leserchallenge 2012: März-Leserunde - Ich bin dabei!

Im März bin ich wieder bei der Leserunde dabei!
.. was für ein Glück! Ich darf zum zweiten mal bei der monatlichen Leserchallenge dabei sein. Im März dreht sich also alles um die Lovelybooks-Leserunde zu "Oberwasser" von Jörg Maurer.

Na wenn das nicht die passende Lektüre zum Einstimmen auf die Buchmesse ist, dann weiß ich auch nicht :-)

Mittwoch, 29. Februar 2012

Rezension zu Linwood Barclay's "Weil ich euch liebte"

"Weil ich euch liebte"
von Linwood Barclay




Linwood Barclay steht für spannede Thriller schlechthin. Bisher fand ich, dass jedes seiner Bücher der absolute Knaller war. Gerade deswegen wollte ich gern bei der Februar Leserchallenge von Lovelybooks mitmachen und herausfinden, ob der Autor meiner hohen Erwartung gerecht werden kann.

Zum Inhalt:
Anfangs fehlte mir der richtige Zusammenhang zwischen dem Prolog und dem ersten Kapitel: Was haben zwei Freundinnen - die in New York in die dunkle Shopping-Welt von Handtaschen-Imitaten abtauchen und eiskalt ermordet werden - mit Sheila Garber zu tun? Sheila ist die äußerst fürsorgliche Mutter ihrer Tochter Kelly und die geliebte Ehefrau von Glen - diese Frau hat doch kein Dreck am Stecken, niemals! Oder etwa doch?! ... eines abends kommt sie nicht nach Hause und Glen macht sich zusammen mit Kelly auf die Suche nach ihr. Er findet seine Frau - tot in einem Autowrack. Als wäre das nicht schon Grund genug, seine und Kelly's Welt ins Wanken zu bringen, muss Glen auch noch erfahren, dass Sheila nicht das Opfer des Autounfall ist! Nein, SIE ist an Allem schuld! Sie ist der Unfallverursacher und hat wegen Trunkenheit am Steuer nicht nur ihr Leben und das ihrer Familie zerstört - sie hat zwei unschuldige Unfallbeteiligte mit sich in den Tod gerissen!!! Vor allem Kelly hat sehr darunter zu leiden. Ihre Mitschüler mobben sie für das, was ihre Mutter getan hat. Kelly soll bei ihrer besten Freundin Emily übernachten, um wenigstens mal einen schönen und sorgenfreien Tag genießen zu können... Aber alles kommt anders als gedacht. Kelly will die Zelte abbrechen und sofort wieder nach Hause. Irgendwas ist zwischen Kelly und Emily's Mutter passiert und als diese am selben Abend plötzlich tot aufgefunden wurde, gerät die Nachbarschaft aus den Fugen. Kelly soll Rede und Antwort stehen, was am Vorabend passiert ist und erzählen was sie weiß - jedoch will ihr Vater sie davor schützen, ist sie doch eh schon verängstigt und verstört über all die schrecklichen Ereignisse. Dann erwähnen Nachbarn einen ominösen Umschlag, den Glens Frau unterschlagen haben soll und den Glen besser wieder rausrücken sollte. Als dann auch noch ein Detektiv auftaucht der behauptet, dass Sheila und ihre Freundinnen in den Verkauf von Handtaschen- und Tabletten-Fälschungen involviert sind, wird Glen hellhörig... Er hätte nie gedacht, dass seine Frau zu so etwas fähig wäre - je mehr er über Sheila nachdenkt und in Erfahrung bringt, desto mehr fragt er sich: Wie gut kenne ich meine Frau überhaupt? Und noch schlimmer: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Tod seiner Frau und Emily's Mutter? Sind Kelly und er in Gefahr?!?

Fazit:
Ich finde den Hintergrund der Geschichte recht schlüssig und nachvollziehbar: Die Schuldenkrise kann selbst ehrenwerte Bürger an den Rand der Legalität bringen. Sie bangen um ihre Zukunft, leben nur noch auf Pump und wahren nur noch den Schein - bis diese Seifenblase platzt.
Linwood Barclay hat eine spannende Story daraus geknüpft und zeigt, wie schnell man in so einen Abwärtsstrudel gelangen kann. Ich war nicht enttäuscht über "Weil ich euch liebte" und finde, dass Buch ist echt spannend!

Covergestaltung:
Anfänglich hat mir das Cover echt sehr gefallen. Jedoch ist mir aufgefallen, dass dasselbe Coverfoto von "Weil ich euch liebte" für den Thriller "Entführt" von Hans Koppel verwendet wird. Klar wurde hier und da Blut hinzugefügt oder Risse auf dem Cover angedeutet etc., aber am Ende ist es ein und dasselbe Motiv. Ich weiß, dass für etliche Buchcovergestaltungen Bilder bei sogenannten Bildagenturen eingekauft werden. Daran ist nichts verkehrt, aber mal ehrlich... Linwood Barclay ist kein unbekannter 0815-Autor und ich bin der Meinung, dass so ein Autor es eigentlich wert sein sollte, Exklusivrechte an Bildern und Coverdesign zu erhalten....

Sonntag, 19. Februar 2012

Rezension zu Carmen Posadas "Bei Einladung Mord"

Zeilenreich-Buchpremiere:
Carmen Posadas "Bei Einladung Mord"
Zeilenreich hatte sich im Februar etwas ganz besonderes zur Buchpremiere "Bei Einladung Mord" von Carmen Posadas ausgedacht: 100 Teilnehmern wurde das Buch vorab als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und ich war eine von den glücklichen Gewinnern. Vielen Dank an dieser Stelle, an das Zeilenreich-Team für dieses spannende Lesevergnügen!

Zum Inhalt:
Der Klapptext von "Bei Einladung Mord" ist vielversprechend! Olivia Uriarte ist eine Frau, die es faustdick hinter den Ohren hat. Sie hat immer haargenau das im Leben gemacht, worauf sie lust hatte. Nein, sie war weiß Gott kein braves Mädchen - Der Männerverschleiß war horrend hoch, sie ist einer Menge Menschen sprichwörtlich gesehen auf den Schlips getreten und hat sich dadurch viele Feinde gemacht. Olivia setzt stets und ständig ihren Willen durch und mit genau dieser Zielstrebigkeit plant sie nun ihren eigenen Tod. Um genauer zu sein, ihre eigene Ermordung!
Wahnsinn, warum denn das, dachte ich?! Ganz einfach: Ihr luxusverwöhnte Leben ist vorbei - sie ist ganz simpel gesagt pleite und mal wieder geschieden. Aber der ausschlaggebende Punkt für ihren kuriosen Mord-Plan ist, dass sie sterbenskrank ist. Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium war die überraschende Diagnose - diese Krebsform ist nicht nur unheilbar sondern führt auch zu einem recht schnellen und vor allem sehr qualvollen Tod. Von nun an lautet ihr Motto: "Jeder muss irgendwann sterben... aber das einzig Wichtige ist nicht das Wann sondern das Wie!!"
Jetzt geht's los - Oliva plant sehr trickreich ihren eigenen glamourösen Abgang von der Bühne des Lebens, indem sie all ihre Feinde anlässlich ihrer "Scheidungsparty" auf eine Luxusyacht einläd: Sie ist sich sicher, dass jeder von ihnen mindestens ein Grund hat, um sie beiseite zu schaffen!
Olivia sollte Recht behalten: Sie stürzt zu Tode - aber es ist unklar, ob es ein Unfall oder ein Mord war.

Hier nun mein Fazit:
Olivia hat anscheinend ein ganz schlechtes Karma: Neben all den Männergeschichten, gebrochenen Herzen und Intrigen, hatte sie auf Biegen und Brechen versucht ein Baby zu adoptieren - mit Geld bekommt man ja (fast) alles. Aber am meisten war ich darüber geschockt, als Olivia ihr adoptiertes Mädchen an deren leibliche Mutter - wie eine ungewünschte Ware - "zurückgeben" wollte, weil sie selbst endlich schwanger wurde. Wahrscheinlich brachte dieser Aspekt das "Fass der negativen Taten" zum Überlaufen... Von nun an geht Olivias Leben stetig bergab: Es beginnt mit dem Autounfall, bei der erst ihre eigene und dann auch ihre Adoptivtochter stirbt und es endet letztendlich mit Olivias unheilbaren Krebsdiagnose.
Das alles hat so gesehen einen recht düsteren Touch, aber Carmen Posadas Buch "Bei Einladung Mord" ist weitaus mehr als das: Es ist eine Art Krimi-Schnitzeljagd mit zynisch-witzigen Textpassagen und sehr vielschichtigen Charakteren. Ich will mehr davon, denn es ist Unterhaltung pur!

Einziges Manko:
Die Einleitung empfand ich als etwas schleppend und die vielen, vielen Namen sowie deren "Olivia Stories" verwirrten mich anfangs schon einwenig.

P.S.: Hier ein tolles Video zum Buch, welches ich gerade im Internet entdeckt habe.